Einheimische Schlangen (jeweils Teil der obigen Sonderausstellungen)

In der Ausstellung werden alle 6 einheimischen Schlangenarten gezeigt, nämlich die ungiftigen Schlangen wie Äskulapnatter, Schlingnatter, Ringelnatter und Würfelnatter, aber auch Giftschlangen wie die Kreuzotter und die Sandviper.

WÜRFELNATTER
Wuerfelnatter
Dice Snake (Natrix tessellata) UNGIFTIG

Verbreitung: Mitteleuropa, Italien ohne Sizilien, Alpenländer, Südpolen, CSFR, Balkanländer einschl, Griechenland, Kreta, Türkei, NW- Syrien, Südrussland, in Asien bis NW-Indien und Westchina
Länge: 60 - 90cm - eierlegend, tagaktiv
Nahrung: Fische, Frösche, Molche
Lebensraum: Uferbereich von langsam fließenden Gewässern mit reichhaltiger Ufervegetation

Die nach oben gerichteten Augen ermöglichen der Würfelnatter fast ganz unter Wasser zu liegen und trotzdem die Umgebung zu beobachten, Wassernattern haben am Ende der Lunge einen Luftsack, In diesem können sie vor Tauchgängen Luft speichern und dementsprechend oft stundenlang unter Wasser bleiben. Die Würfelnatter ist in ihrem Bestand besonders stark gefährdet. Verunreinigung der Gewässer und fehlende Jungfische für die Jungschlangen sind die Hauptprobleme. Es sind bereits Schutzprogramme für sie ausgearbeitet,

KREUZOTTER

European Viper (Vipera berus)
GIFTIG Serum; Europa

Verbreitung: Nord.-u.Mitteleuropa bis etwas über den Polarkreis hinaus, Polen Tschechien, Slowakei, nördl. Russland bis zur Insel Sachalin
Länge: 75 cm - lebendgebärend - tagaktiv
Nahrung; Mäuse, Eidechsen, Frösche
Lebensraum: südl. Bergseiten bis auf 3.000 m, Moorgebiete, Sümpfe, Heide, Steinbrüche, Waldränder Kreuzottern gibt es in vielen verschiedenen Farbvarianten, z.B. rot, silbrig, grau, graublau, olivgrün, gelblich, braun, schwärz.

Der Volksmund hat ihr immer wieder verschiedene Namen gegeben; Viper, Beißwurm, Kupferotter, Höllenotter, Springviper usw. Das durchlaufende Zickzackband am Rücken ist in Europa ein Erkennungsmerkmal für Giftschlangen,

Übrigens: ob man Viper oder Otter sagt: es ist dasselbe. Alle Schlangen sind wechselwarm, d.h. ihre bevorzugte Körpertemperatur zwischen 32 o und 38° C. erreichen sie nur mit Hilfe der Sonne.Wenn die nicht scheint, geht es ihnen nicht so gut.

Ihr Fluchtverhalten ist dann dementsprechend langsam. Bißunfälle sind nicht lebensbedrohend und leicht zu vermeiden, wenn man darauf achtet, wo man hintritt und wo man beim Beerensuchen hineingreift. Schlangen sind nicht angriffslustig, nur erschrecken sie leicht und gehen dann zischend oder fauchend in eine typische Verteidigungsstellung.

Wenn der Mensch dann ruhig stehenbleibt, beruhigen sie sich und kriechen alsbald davon. Sandviper und Kreuzotter aber auch alle übrigen Schlangen stehen in ganz Österreich unter NATURSCHUTZ. Jeder der aus Angst eine Schlange erschlägt, macht sich strafbar. Wir sollten wirklich umdenken, denn die Zeiten, wo das Schlangenerschlagen normal war und sogar empfohlen wurde, sind lange vorbei.